Monat: November 2017

Nochmal drei Wochen…

Nochmal krank geschrieben. Nicht mehr ganz so extreme Schonung, aber auch noch nicht Normalbetrieb.

Wenn das dann nicht die beste Mumu von allen wird, werde ich sauer!

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Haushalt…

Ich will was schaffen. Renne ein wenig kopflos durch die Wohnung. Darf noch nicht heben, alles ein wenig Schonung… Wäsche waschen… Aber nicht heben… Spülmaschine geht… Betten beziehen… Oh, autsch, nein… Müll runter bringen… Ne, zu schwer…

Ich habe das Kissen und decken zurecht rücken satt! Langsam, jeden Tag ein kleines Stück, taste ich mich an meinen Alltag heran. Langsam erobere ich das „normal“ wieder. Langsam, ganz langsam, kann ich wieder alles machen, was ich will.

Was? Geduld? Hä?

Aufwachen.
Kaffee.
Frühstück mit Familie.
Meine Frau küssen.
Ihr einen schönen Tag wünschen.
Kinder ziehen die Schuhe und Jacken an.
Ihnen einen schönen Tag wünschen.
Tür zu.
Stille.

Wie jeden Tag räume ich den Frühstückstisch ab und mache mir ein wenig Musik an. Auch heute. Iron Maiden im Ohr, öffne ich die Spülmaschine und bücke mich. Schlagartig erinnert mich mein Körper daran, dass die OP eine „Großbaustelle“ war und noch nicht jede Bewegung schmerzfrei zugelassen ist. Ich beschließe erstmal was anderes zu machen… Rasieren, rasieren ist nicht anstrengend. Als ich aus dem Badezimmer komme, überlege ich, was ich denn machen könnte. Ich lege die Decken auf der Couch zusammen und ordne die Kissen. Ach ja, ich könnte Wäsche zusammenlegen. Ein kurzer Griff um den Wäschekorb und … verdammt.

Also setze ich mich an den PC und beginne einen Text zu schreiben. Nach 5 Minuten meint mein Körper, es wäre egal ob mit oder ohne Schwimmreifen – heute ist sitzen nicht drin.

Und jetzt bin ich da. Will etwas tun und mein Körper sagt beständig: „Geduld!“ ich merke ja, dass es nun wirklich deutlich besser wird und ich gebe zu, ich bin dann immer ein wenig übermütig, aber ich sehe es ja ein: ein paar Tage Schonung sind wohl noch nötig.

Frische Luft schnappen (enthält Werbung)…

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Eigentlich hatte ich ja einiges anders geplant, aber dann kam dieser erfreulich schnelle Termin für die OP und schwupp lag ich in Berlin und den Rest kennt ihr ja schon. Während ich noch im Vivantes Klinikum in Berlin die Gänge hoch und runter ging, kam zuhause ein Päckchen an.

Ernstings Family hatte für mich und meine Familie eine Auswahl von Herbst/Winterkleidung zusammen gestellt. Ich muss ja ehrlich sagen, es war leicht frustrierend in Berlin das Päckchen zu sehen und nicht anprobieren zu können.

Also hieß es abwarten. Eigentlich wollten wir gleich nach der Heimfahrt Fotos machen, aber erst passte das Wetter nicht und dann kam die Anordnung, mich zu schonen.

Da hab ich im Kleiderschrank so schöne Sachen (und auch die Kinder wollten ihre Pullis mal tragen) und komme nicht dazu, Fotos zu machen…. Aber dieses Wochenende war es endlich soweit: Es ging mit den Kindern raus.

Die Jungs tobten und es machte Spass ihnen dabei zuzusehen.

Aber ich hatte eigentlich etwas im Hinterkopf. Ich hatte vor Kurzem Fingerfallen gekauft – ein kleiner Scherzartikel, der den Kindern aber reichlich Spass macht. Nur kann man mit Fingerfallen nicht sonderlich gut spielen… Wir hatten zwar schon Einerlauf damit versucht (recht unterhaltsam aber kaum schwerer als ohne Fingerfallen) aber uns war noch keine richtige Spielidee gekommen. In meiner Tasche hatte ich Seifenblasen und Fingerfallen. Und es war echt einer Herausforderung, die Spass machte.

Wir hatten einen tollen Nachmittag und haben beschlossen uns noch weitere Spiele einfallen zu lassen 😉 und in unseren Kleiderschränken sind nun neue Lieblingsteile von Ernstings Family.

Übrigens könnt ihr auch in Janes Blog (meiner wunderbaren Frau) darüber lesen.

Schonung, Geduld und Geschenke…

„Schonen Sie sich“, sagte meine Gynäkologin und sah mich dabei so an, dass ich merkte:sie meint es ernst. Eigentlich läuft alles gut, aber die Wundheilung läuft langsam und ich muss seit dem Arzttermin einfach deutlich zurück schalten. Nicht bücken, wenig gehen, nicht Sitzen und eigentlich nur viel liegen. Und ich darf Sitzbäder machen.

Nun lebe ich in einer Familie und normalerweise erledige ich einiges im Haushalt… und nun: ist das Ausräumen der Spülmaschine eine Herausforderung geworden. Inzwischen ist der Erholungsfaktor des Herumliegens auch abgeklungen und ich bin ungeduldig. Abends in der Wanne den Duft von Kamille einzuatmen und für 10 Minuten warmes Wasser zu spüren – das ist mein Wellnessbereich.

Heilung. Ich werde oft gefragt, wie es der #mumu4Nina geht. Es ist jeden Tag anders. Mal zwickt es leicht, mal spüre ich sie gar nicht, mal pocht die eine Stelle und gelegentlich (besonders Nachts) kneift in jeder Position ein Faden der Nähte und zwar so deutlich, dass ich nicht schlafen kann. Ich habe nach wie vor wenig Schmerzen, aber dieses einschneidende Gefühl ist echt unangenehm. Aber: es geht voran, jeden Tag ein kleines Stück.

Vor ein paar Tagen kam ein großes Paket. Ihr wisste ja: ich darf nicht schwer heben. Meine beiden Kids, ein Rollbrett und der DHL Bote halfen mir, das riesige Teil sicher in die Wohnung zu bringen.

Ja, die Kinder hatten das Paket schon neugierig erwartet. Darin ware ein Klavierhocker, ein Cajon und drei Ukulelen. Alles Ergebnis einer Spendenaktion auf Twitter (danke @widerspenst und allen andern) und vom Musikhaus Thomann mit einem Sonderrabatt unterstützt.

Ich lerne also mit 45 Jahren ein neues Instrument (Ukulele) gemeinsam mit meinen Kindern… und ja, auf dem Hocker sitzt man wirklich anders und gerade Kind3 lässt sich seitdem so richtig treiben, wenn er am Klavier sitzt (mehrmals täglich)

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Frau @widerspenst, allen Spender*innen und dem Musikhaus Thomann bedanken! ❤