Mein ganz normales Chaos…

Letzte Woche brach mein Zeitplan zusammen. Als meine Frau ins Krankenhaus musste, und ihr Blinddarm raus genommen wurde… war klar: ich stecke im Chaos.

Chaos. Nein, meine Welt bricht nicht zusammen, aber meine Welt ist – wenn meine Frau nicht da ist- einiges chaotischer. Ich kann nicht wirklich gut einschlafen und ich finde meinen Rhythmus nicht… Ich bin froh, wenn ich den Alltag dann halbwegs hinbekomme.

Alltag. Eigentlich kann man den aktuellen Zustand nicht Alltag nennen. Derzeit überschlagen sich Termine… Schulfest, Interviews, Zahnarzt, Therapie und irgendwie scheint es so, als müsse alles vor den Ferien passieren. Die wenigen Tage im Kalender, die noch keinen Eintrag haben, sind zum durchatmen da.

Durchatmen. Als könnte ich das. Mein Kopf rattert derzeit ständig. Irgendwie habe ich das Gefühl, jeden Tag etwas zu vergessen, das ich am nächsten Tag nachzuholen habe. Aber gerade sitze ich an meinem (aufgeräumten) Schreibtisch und erledige die Schreibarbeit… Leider habe ich beim Computer-Crash vor ein paar Wochen doch ein paar Daten verloren und so hab ich ein bisschen Extra-Arbeit hier liegen.

Morgen kommt ein Fernsehteam. Eigentlich ist alles vorbereitet. Eigentlich steht der Ablauf fest. Eigentlich bin ich ganz ruhig. Eigentlich mag ich es, mit Presse zu arbeiten. Eigentlich sollte es kein Aber geben, aber: ich bin unruhig und habe tatsächlich ein wenig Lampenfieber.

Ehrlich gesagt, denke ich derzeit oft und viel an die Ferien… die Zeit, in der ich mir den Kalender bewusst frei halte. Bewusst mal ein bisschen weniger chaotisch sein will. Bewusst einen Gang zurück schalten werde.

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Ein Gedanke zu “Mein ganz normales Chaos…

  1. Liebe Nina,
    ich bin heute durch Zufall auf Ihren Blog gestoßen und habe die letzten paar Stunden damit verbracht, ihn von vorne nach hinten zu lesen. Ich mag Ihre Art zu schreiben und Ihre Texte 🙂
    Und wieder einmal habe ich mir gedacht „Warum können manche Dinge den Menschen nicht einfach egal sein?“
    Vor zwei Jahren gab es in der Stadt, in der ich arbeitete eine lange Nacht der Wissenschaft, bei der auch unser Institut einen Stand hatte. Einer der Besucher war durchaus auffällig 😉 jemanden mit Vollbart und schwarzem Tüllrock fällt halt auf. Ich weiß noch gut, wie mich meine jüngere Kollegin kichernd anstieß und meinte „Guck mal, der Mann hat einen Rock an!“ Und mein Gedanke war nur „Na und?“
    Ich werde wahrscheinlich auch irgendetwas in der Art gesagt haben, eventuell auch, dass es sie nichts angeht. Außer wenn man sich nicht sicher ist, wie jemand angesprochen werden möchte. Sie hat danach jedenfalls nichts mehr dazu gesagt.
    Ich wünsche gute Besserung und Kraft beim Meistern des Chaos!
    Viele Grüße, Polly Oliver

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