Intime Gedanken… 

Eigentlich klingelt der Wecker erst in zwei Stunden und ich kann nicht mal sagen, dass ich schlecht geschlafen hätte.

Eigentlich hatte ich sogar einen sehr schönen Traum… Irgendwie sogar erotisch, zumindest von dem, was in der Erinnerung verblieben ist.

Eigentlich sollten erotische Gedanken doch gut tun. 

Aber nach dem unbeabsichtigten Aufwachen kreisen meine Gedanken. Mein Körper bekommt durch Hormone weibliche Züge, ja. Das Gerüst ist aber noch immer der Testosteronmann…

Ich fand mich nie sonderlich sexy. Lag einerseits daran, dass ich einfach keinen weiblichen Körper hatte, andererseits einfach an dem Blickwinkel von oben… Ich fühle mich kurz und breit, wenn ich nackt bin. Fühle… Fühlte… Inzwischen hab ich ein wenig weichere Haut unter den Borsten meiner Haare und Brüste…. Klein genug, dass sie nicht auf den Bauch hängen…. Und Bauch. Ich fühle mich unförmig.

Erotik passiert zum Großteil im Kopf… Bei den meisten Menschen ist das so. Aber mein Körper zeigt keine erkennbaren Zeichen für Erregung… Keine Erektion mehr,… Und für andere Zeichen fehlen die körperlichen Möglichkeiten. Ich fühle mich impotent.

Von Sex zu träumen tat gut, aber die Vorstellung von Sex verursacht in meinem Kopf einen großen Knoten, dort wo eigentlich in dem Moment Lust sein sollte. 

In mir ist das Bedürfnis nach Berührung, Befriedigung und Sex… Aber nicht mal mit geschlossenen Augen fällt es mir leicht, mich im Kopfkino zuzulassen… Ich fühle mich nicht wohl…

Und so stecke ich in einem Körper, der nicht erregbar ist, den ich selbst nicht gerne sehe, mit dem Bedürfnis und einer riesigen Sehnsucht. Ich stecke fest… 

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4 Gedanken zu “Intime Gedanken… 

  1. Das tut mir Leid für dich – ich weiß, wie traurig sich solche Gefühle anfühlen und wie ohnmächtig man sich ihnen ausgeliefert fühlt.
    Auch wenn wir so unterschiedliche Hintergründe haben und derart verschiedene Menschen sind, kommt mir deine Beschreibung sehr bekannt vor.

    Wenn sich die Seele entwickelt; Neues Altes ablöst; sich Welten auf den Kopf stellen, scheint sich die Selbstliebe; die Selbstwahrnehmung und vor allem die Lust komplett auf links zu drehen und erst einmal zu verpissen….. Stattdessen sind da Traurigkeit, Verzweiflung und Ohnmacht.

    Ich versuche mich daran festzuhalten, dass dies gewiß nur eine Phase ist.
    Dass es sich weiter wandelt und irgendwann heil sein wird.
    Und versuche daran zu arbeiten, mich selbst anzunehmen und lieben zu lernen – unabhängig davon, wie ich meinen Körper jetzt finde.
    Dieses „Selbst“ ist schließlich im Innen und doch irgendwie schön und gut.
    – wenn man das nur immer so einfach fühlen könnte.

    Das Wegbrechen meiner früheren mutierten und exzessiven Sexualität fühlt sich für mich sehr merkwürdig an – da sie früher mein gesamtes Leben bestimmt hatte. Es fehlt was…
    Andererseits birgt sich darin die große Chance, Nähe und Zärtlichkeit im Herzen fühlen zu lernen; das sich einlassen auf den Partner; die Liebe und emotionale Nähe. Sozusagen über das Angenommenwerden durch den Partner lernen zu dürfen, sich selbst anzunehmen.
    Nicht nur – aber auch.

    Vielleicht entdeckst auch Du irgendwo jenes, das als Chance in diesen deinen Gefühlen liegt.
    Ich wünsche es dir von Herzen.

    Gefällt 1 Person

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