Vorsichtig optimistisch…

Nach meinem Aufenthalt im Krankenhaus hat sich mein Leben ein kleines bisschen verändert.

Vielleicht liegt es daran, dass mir sehr bewusst ist, wie kritisch die Situation war. Auf jeden Fall habe ich erkannt, dass ich sehr weit im Augenblick – im Jetzt – lebe und das ist auch gut so. Statt mir ständig Gedanken über die mögliche Zukunft zu machen, nehme ich den Moment mit allem positiven und gestallte so meine Gegenwart.

Vielleicht liegt es daran, dass ich ungeschminkt und unrasiert im Krankenhaus ankam und während dem ganzen Aufenthalt auch kein Haarteil trug. Mein Frau-Sein war im Krankenhaus eindeutig weniger von meinem Äußeren abhängig, als es sonst im Alltag oft geschieht.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in den Gesprächen mit Psychologen, Therapeuten, Ärzten und Schwestern eine gewisse Selbstsicherheit zeigte, derer ich mir nicht bewusst war. Ein Bewusstsein für meine Wünsche und Bedürfnisse, das ich im Alltag nicht wahrnehme. Ich weiß was ich will und was nicht – und auch warum.

Im Augenblick bin ich eindeutig optimistischer als ich es vor wenigen Wochen war. Eine gewisse Zielstrebigkeit treibt mich an, denn ich gestalte mein Leben in jedem Augenblick. Einige Lasten habe ich bereits abgelegt und für die nächsten Schritte mit der Krankenkasse bin ich gut vorbereitet.

Der Sommer war – oberflächlich betrachtet – mit den Krankheiten der Kinder und meiner eigenen Erkrankung auch abgesehen vom Wetter nicht wie geplant gelaufen. Aber erstaunlicherweise fühle ich mich gestärkt.

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