Darf ich Dich was persönliches…

Erstaunlich, wie oft ich angesprochen werde, weil jemand jemanden kennt, der/die auch das durchmachen (!), was ich erlebt habe oder erlebe.

Meistens sind es Bekannte, manchmal Angehörige, deren Schicksal mir zugetragen wird. Ich höre zu, hoffe, dass die Person weiß welche Intimitäten mir preisgegeben werden und versuche sachlich zu sprechen. Ich, die Transfrau, als Sache.

Es ist Provinz. Hier gibt es zwar eine Selbsthilfegruppe (Stammtisch) etwa 70km entfernt, aber es gibt kaum Anlaufstellen. Immer wieder ist das Problem, dass Ärzte und Krankenkassen widersprüchliche Aussagen machen, dass Behandlungen verweigert werden oder Anforderungen gestellt werden, die absolut nicht gerechtfertigt sind.

Und immer wieder das gleiche Problem: Erwachsene Transfrauen dürfen nicht über ihren Körper bestimmen. Ärzte, Gutachter, Psychologen entscheiden, unter dem Deckmantel des Patientenschutzes, oft komplett gegen die Betroffenen. Fristen und Auflagen, die einander aushebeln verzögern die Behandlung unnötig.

Ich kann oft einfach nur zuhören und mit den Menschen sprechen. Ändern kann ich das System leider nicht.

Oder?

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